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Staatswerte am Boden

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Morven
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Post: #1
Staatswerte am Boden

Ich schreibe vorsichtshalber in diesem Forum, auch wenn ich es nach meinem bisherigen Wissensstand als einen Fehler beurteilen möchte.

Bitte darum, die Aufmerksamkeit auf folgende zwei Staaten zu lenken:


https://de.ars-regendi.com/state/213012-.../show.html

https://de.ars-regendi.com/state/214532-.../show.html


In beiden Staaten habe ich, zugegebenermaßen viel zu spät, einen Anstieg der Sicherheitswerte und einen Fall von Infrastruktur/Automatisierung bemerkt.

Meine ursprüngliche Feststellung war, dass der Anstieg der Sicherheitswerte aufgrund der geringen Distanz zwischen Nettoeinkommen und Lebenshaltungskosten entstanden ist (bedingt durch die hohen Verbrauchssteuern) und dass man dies auch an der negativen Sparquote feststellen kann.

Den Abfall der Infrastruktur und Automatisierung (welche in das negative gefallen ist) konnte ich mir bedingt dadurch erklären, dass die Haushaltsposten durch die hohen Sicherheitswerte keinen positiven Effekt mehr ausüben.


Wenn letztere Feststellung allerdings den Tatsachen entspricht, dann würde dies bedeuten, dass Maßnahmen über den Haushalt meine Staaten nicht mehr retten können und die hohen Sicherheitswerte, dadurch dass sie diese Maßnahmen negieren können, sich selbst verstärken.

Man könnte davon ausgehen, dass ich mich in einem Teufelskreis befinde, aus dem ich nicht mehr herauskomme.

Das ist allerdings nur meine bisherige Feststellung und ich würde daher gerne den Input anderer Spieler sammeln, die derartiges schon einmal beobachten konnten und eventuell eine Lösung kennen.


Empire of Japan


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This post was last modified: 01.12.2019 13:35 by Morven.

01.12.2019 13:33
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Herendir
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Post: #2
RE: Staatswerte am Boden

Bin jetzt kein Profi...aber mir fällt da wirklich sehr viel auf.

Nur ein paar Beispiele:

Nehmen wir mal Mengjiang:

Wohlfahrt 5.022,57 € pKm
Renten 4.434,81 € pKm (trotz Rente I)
Lebenshaltungskosten 2.907 €
Nettoeinkommen 4.175 € pro Monat

Deine Renter und Arbeitslosen haben also mehr Einkommen, als ein durchschnittlicher Arbeitnehmer. Die Belastung für den Staatshaushalt raubt dir dann an anderer Stelle jedweden Spielraum. Etwa für Bildung, Sicherheit oder die Infrastruktur.
Zu arbeiten macht in deinem Staat betriebswirtschaftlich nicht viel Sinn.

Hast da leider noch sehr viele weiter Baustellen.

Ich verfüge hier noch nicht über sehr viel Erfahrung und kann nicht wirklich einschätzen, ob man da noch etwas retten kann.
Ich würde an deiner Stelle aber folgendes versuchen.

1. Verbrauchsteuern senken.
2. Kapitalsteuer anheben
3. Wohlfahrt & Rente kürzen
4. Nominalszins senken
5. Erwerbsteuer anheben
6. Mehr Geld für Bildung
7. Beten!

MfG

This post was last modified: 01.12.2019 17:57 by Herendir.

01.12.2019 17:50
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Morven
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Post: #3
RE: Staatswerte am Boden

Herendir Wrote:
Bin jetzt kein Profi...aber mir fällt da wirklich sehr viel auf.

Nur ein paar Beispiele:

Nehmen wir mal Mengjiang:

Wohlfahrt 5.022,57 € pKm
Renten 4.434,81 € pKm (trotz Rente I)
Lebenshaltungskosten 2.907 €
Nettoeinkommen 4.175 € pro Monat

Deine Renter und Arbeitslosen haben also mehr Einkommen, als ein durchschnittlicher Arbeitnehmer. Die Belastung für den Staatshaushalt raubt dir dann an anderer Stelle jedweden Spielraum. Etwa für Bildung, Sicherheit oder die Infrastruktur.
Zu arbeiten macht in deinem Staat betriebswirtschaftlich nicht viel Sinn.

Hast da leider noch sehr viele weiter Baustellen.

MfG


Bei der Arbeitslosenzahl (welche bereits vorher existierte) ist es tatsächlich von Vorteil, die Wohlfahrt zu erhöhen, zumal die Distanz eher geringfügig ist.

Was fällt dir abgesehen davon auf?


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01.12.2019 17:56
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Herendir
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Post: #4
RE: Staatswerte am Boden

Meine Zeit gehört jetzt der NFL. Antworte entsprechend später.

Muss dir aber sagen, dass ich deine Einschätzung nicht teile. Und ich bin ein Sozi. Wink
Führe ich später genauer aus.

MfG

01.12.2019 18:19
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Morven
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Post: #5
RE: Staatswerte am Boden

Ich denke ich sollte noch einmal konkretisieren, dass es nicht mein Primärziel ist, die Wirtschaft anzutreiben, sondern die Sicherheitswerte zu normalisieren.
Nach meiner Einschätzung sollten sich weitere Probleme dadurch erübrigen (u.a. die Beliebtheit).

Wenn ein Anstieg der Wohlfahrt (bei einer sehr hohen Arbeitslosenzahl) die Kaufkraft hinzureichend erhöht, ist mir das auch ganz recht.
Die massive Aufnahme an Schulden kann ich von außen relativ einfach bezahlen und die Distanz zum Nettoeinkommen kann mit der Zeit verringert werden.

Das Hauptproblem, dass ich hier sehe, ist, dass meine Haushaltsmaßnahmen, welche bis auf einige Abweicher deinen Vorschlägen entsprechen (ohne entsprechende Steuererhöhungen in anderen Bereichen, zumal Kapitalsteuern bei den Sicherheitswerten keinen Wert mehr haben) bisher nicht angeschlagen sind.

Deshalb vermutete ich, dass Korruption etc. ohne dass ich es direkt bestätigen kann, wahrscheinlich den Effekt der Haushaltsposten abschwächen.


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01.12.2019 18:44
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Herendir
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Rhun
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Post: #6
RE: Staatswerte am Boden

Wie gesagt...mir fehlt da ein wenig die Erfahrung im Spiel. Kann also nur begrenzt erlären, wie die Matrix des Spiels die aktuelle Situation gewichtet.

Mir ist auch bewusst, wie deine Zielsetzung aussieht. Nur scheint dir nicht bewusst zu sein, in welchem Land deine Bürger leben.

Das Nettoeinkommen beträgt 4.175 € pro Monat. Mir ist nicht bewusst ob das Spiel hier vom Durschnitt oder dem Median ausgeht, aber das bedeutet so oder so, dass viele deiner Bürger für weniger Geld arbeiten gehen.

Dein Gini-Koeffizient wird mit 1,25 angegeben. Normalerweise ist Definitionsgemäß die Grenze bei 1.
1 = Eine Person bezieht das gesamte Einkommen oder eine Person besitzt alle relevanten Vermögenswerte. Im Spiel wird wohl der Mix gewichtet.
(0 Vermögen/Einkommen absolut gleich verteilt)

Ich vermute hier einen Crash der Matrix.

Fakt dürfte aber sein, du hast keinen Mittelstand mehr. Arbeit lohnt sich nicht oder kaum.
Daher auch die Unzufriedenheit & Kriminalität.

Arbeitslosigkeit lohnt sich hingegen mehr.
5.022,57 € sicher auf die Hand.

Kapital wird nicht besteuert. So "sammelt" sich Vermögen bei immer weniger Wirtschaftssubjekten. Siehe Gini.

Wenn die Matrix die Saldenmechanik / volkswirtschaftliche Gesamtrechnung berücksichtigt, wovon ich nach meiner eingeschränkten Erfahrung ausgehe, dann hast du deine Wirtschaft eigentlich gecrasht.
Deine Rentner & Arbeitslosen halten die Nachfrage aber aufrecht, was deinen Staat in den Ruin treibt.

Würde behaupten das die Matrix die Ausgaben der Rentner & Arbeitslosen, als Privatkonsum ansieht.
In deinem Fall ist der private Konsum in deinem Land, aber real betrachtet wohl größtenteils (indirekt) Staatskonsum.

Bildungsgrad und Automatisierung sind schlecht.
Du investierst zu wenig in die Bildung und die Menschen sind wohl auch nicht sonderlich motiviert, sich in der Schule etwas anzustrengen. Wozu auch? Arbeitslos sein lohnt sich ja.

Und warum sollen Betriebe teure Maschinen anschaffen? Ihnen fehlt das Kapital, die Nachfrage und die Finanzierung (6,25 %) ist teuer. Wozu also investieren?

Sieht man auch schön an den Importen. 2,00 Mrd. €.
Deine Bürger und Unternehmen kaufen nichts aus dem Ausland.

Deine Exporte sind auch schlecht, wenn man diesen Wert berücksichtigt: 0,26 $ / €
Deine Unternehmen produzieren also (fast) nur für den eigenen Markt.
Investitionen sind unnötig.

Sorry für Rechtschreibfehler. Hab das geschrieben, während ich mir ein Spiel ansehe. Wink

MfG

PS Wirtschaftswachstum ist auch für mich sekundär. Mir geht es um Lebensqualität, den Gini usw.

This post was last modified: 01.12.2019 23:26 by Herendir.

01.12.2019 23:22
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Post: #7
RE: Staatswerte am Boden

Wohlstandsausgaben über das Nettoeinkommen haben tatsächlich einen negativen Effekt auf die Arbeitslosenzahl, aber dieser ist im Sinne des Spiels von tragbarer Distanz und macht einen geringen Anteil der Arbeitslosen aus.


Herendir Wrote:
Dein Gini-Koeffizient wird mit 1,25 angegeben.


Und der Auslöser ist die Verarmung der Bevölkerung, da das Nettoeinkommen nur knapp über den Lebenserhaltungskosten stand (meine Haushaltsänderungen haben die Situation zumindest theoretisch verbessert).

Mit der Verarmung tritt ein Verschlechtern der Sicherheitswerte auf.
Vandalismus, Diebstahl, sinkende Nachfrage, wirtschaftliche Verschlechterung, Infrastruktur und Automatisierung sinken.

Hinzu kommen Werte wie Korruption, welche die Staatshaushaltsposten negativ betreffen und die Werte weiter verschlechtern.


Herendir Wrote:
Arbeitslosigkeit lohnt sich hingegen mehr.
5.022,57 € sicher auf die Hand.


Und dies ist mir tatsächlich auch ganz Recht, solange es dazu führt, sie aus der Armut zu treiben und die Kriminalität sinkt.

Die übrigen Werte sollten mit zunehmender Normalisierung der Verhältnisse wieder steigen, zumindest war dies die Idee.

In https://de.ars-regendi.com/state/213580-.../show.html konnte ich ähnliche Verhältnisse sich anbahnen sehen, aber der Staat ist generell etwas stabiler und ich konnte noch rechtzeitig die Kurve kriegen, indem ich die selbe Methodik angewandt habe (Infrastruktur ist auf einem Stand, den ich zuletzt vor 30-40 Quartalen hatte und die Sicherheitswerte haben sich merkbar verbessert).


Nun, Mengjiang ist verloren, aber für Afghan State habe ich noch etwas Zeit gewinnen können.

Aber hier ist eben die Befürchtung, dass der Karren mittlerweile zu tief im Dreck steckt und eine Verbesserung der Werte praktisch nicht mehr möglich ist, aufgrund verschiedener Interdependenzen (weswegen ich zuerst von einem 'Teufelskreis' gesprochen habe).

((Edit: Und wie du bereits festgestellt hast, liegt der GINI auf einem Wert, der eigentlich nicht möglich ist und man deshalb davon ausgehen muss, dass die Situation sich tatsächlich über das realistische hinaus verschlechtern kann.))

Herendir Wrote:
PS Wirtschaftswachstum ist auch für mich sekundär. Mir geht es um Lebensqualität, den Gini usw.


Wirklich? Ich hielt stets den Militärwert für den ausschlagkräftigsten Maßstab. Baseball


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This post was last modified: 03.12.2019 16:14 by Morven.

02.12.2019 00:27
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