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Zuviele Menschen

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~Seeckt~
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Post: #21
RE: Zuviele Menschen

Bitzoseq Wrote:

Seeckt Wrote:
Bürger werden immer abhängig sein vom Staat. Oder vom Arbeitgeber. Oder vom Wetter. Den mündigen Bürger bedarf es, sich seiner Rechte und Pflichten gewahr zu sein.

Nein! Das ist ein Kind, ein Mensch der blind den Regeln eines Staates oder einer Religion folgt. Ein mündiger Bürger hat eigene moralische Vorstellungen verstanden* , er akzeptiert nicht jedes Wort eines Gottes, der ihm sagt wie er sich zu verhalten habe.
*abgeleitet von einer transzendentalen objektiven Moral versteht sich



transzendentale objektive Moral

Blah. Also bitte. Das muss ja irgendwo her kommen und fällt nicht wie Manna vom Hinmel, nech?

Gehen wir zurück und erinnern uns an Onkel Aristoteles. Der benannte den Menschen bekanntermaßen als zoon politikon. Jetzt bin ich kein Experte, hab aber damals in der Schule trotzdem bissl aufgepasst. Mal sehen, ob ich es noch zusammen bekomme:

Mit dieser Bezeichnung ist wohl gemeint, dass der Mensch als Teil einer Gemeinschaft zu leben strebt. De facto kann eine Gesellschaft nur bestehen, wenn diese Regeln befolgt.

Nun komm mir nicht mit „Kommunen“. Selbst anarchische Regeln sind nun mal Regeln. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Regeln werden nun durch die Gemeinschaft aufgestellt. Das geht bis zu einer gewissen Größe noch ganz gut mit direkter Demokratie. Später scheint es aber notwendig, dass Repräsentanten entstehen. Sei es aus Machtstreben oder irgendeiner historischen Notwendigkeit: es bildet sich ein Anführer heraus. Und Zack, ist der Rest abhängig, da sich ab spätestens diesem Zeitpunkt Spezialisierungen herausbilden. Der eine sorgt für die Nahrung. Der andere für Sicherheit, wieder ein anderer näht warme Kleidung. Ein System der Abhängigkeiten.

Pflicht eines jeden Teilnehmenden in der Gesellschaft ist es nun, sich an die Regeln zu halten. „Bring den näher nicht um!“ warum? Logisch, weil es sonst keine warme Kleidung mehr gibt. Somit haben wir unser erstes Gesetz. Das finden alle toll und erzählen es ihren Kindern. Und die wieder ihren. Und ehe wir uns versehen, haben wir einen ideellen Wert geschaffen, der allgeingültig oder transzendental gültig ist: „Wir achten das Leben des anderen“.

Ich glaube, das erklärt meinen Gedanken, die Abhängigkeit des Einzelnen betreffend, hinreichend.

Als Recht nenne ich explizit die Teilhabe an den demokratischen Prinzipien unserer Gesellschaft. Dazu gehört, dass der mündige Bürger eigene Vorstellungen ableitet, nachdem er die Entstehungsgeschichte verstanden hat.

Eigene Vorstellungen zu verstehen ist immer recht leicht. Diese müssen aus Sicht der Gesellschaft jedoch nicht zwingend korrekt sein.

Zusammenfassend komme ich trotzdem zum Schluss, dass deine vorgeschlagene Reduzierung der Weltbevölkerung KEINERLEI Einfluss auf „gut“ und „böse“ haben wird, deine These mithin auf tönernen Füßen steht, jedenfalls so, wie du sie begründest.

This post was last modified: 28.03.2018 13:17 by ~Seeckt~.

28.03.2018 13:15
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Post: #22
RE: Zuviele Menschen

Nachtrag zur ~Seeckt~:

Wir Menschen, vor allem die Männer, pflegen eine Dominanzhierarchie. Jeder Hierarchie hat Regeln zum Auf-/Abstieg in der Hierarchie als auch Regeln zum Rang in seiner Hierarchie. Das alles erzeugt eine Abhängigkeit.


“You don't get to choose not to pay a price, you only get to choose which price you pay”
28.03.2018 14:12
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Post: #23
RE: Zuviele Menschen

Bitzoseq Wrote:
Wenn es weniger Menschen gäbe, gäbe es für die Bösen auch nicht die Möglichkeit Profit zu machen, indem z.B. Löhne gedrückt werden, Staaten müssten nicht bestehen usw. Aber wie bekommt man das hin, wie will man die zukünftige Menschheit auf sagen wir 500 Millionen bringen, ohne Mord, ohne Geburtenverbote etc.?


Ich finde deine Ausgangsthese unzureichend belegt. Im Gegenteil, das Böse und Ausbeutung gab es schon lange, als die Erdbevölkerung eine halbe Milliarde betrug. Plausibel ist die These auch nicht, denn bei so viel weniger Menschen können sich auch weniger immer weiter spezialisieren, was ja gerade das Kennzeichen moderner Gesellschaften ist, und die Wahrscheinlichkeit, dass weltverändernde Genies aus der Bevölkerung hervorgehen, ist deutlich verringert. Darüber hinaus ist es doch normativ gesehen höchst wünschenswert, wenn immer mehr Menschen ein bewusstes Leben genießen können.

Das Problem ist zurzeit vor allem, dass Menschen, die sich kaum selbst ernähren können, zu viele Kinder bekommen, während die im Überschuss Lebenden ein zu träges Fortpflanzungsverhalten an den Tag legen, um sich auf Dauer erhalten zu können.


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Autor der Blüte des Zweifels
29.03.2018 10:52
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Lakma
Post: #24
RE: Zuviele Menschen

~Seeckt~ Wrote:
transzendentale objektive Moral

Blah. Also bitte. Das muss ja irgendwo her kommen und fällt nicht wie Manna vom Hinmel, nech?
[..]
Pflicht eines jeden Teilnehmenden in der Gesellschaft ist es nun, sich an die Regeln zu halten. „Bring den näher nicht um!“ warum? Logisch, weil es sonst keine warme Kleidung mehr gibt. Somit haben wir unser erstes Gesetz. Das finden alle toll und erzählen es ihren Kindern. Und die wieder ihren. Und ehe wir uns versehen, haben wir einen ideellen Wert geschaffen, der allgeingültig oder transzendental gültig ist: „Wir achten das Leben des anderen“.

Wir verstehen uns falsch. Mit transzendentaler objektiver Moral meine ich genau diese Regeln, die für ein soziales Miteinander notwendig sind.


Quote:
Regeln werden nun durch die Gemeinschaft aufgestellt. Das geht bis zu einer gewissen Größe noch ganz gut mit direkter Demokratie. Später scheint es aber notwendig, dass Repräsentanten entstehen. Sei es aus Machtstreben oder irgendeiner historischen Notwendigkeit: es bildet sich ein Anführer heraus. Und Zack, ist der Rest abhängig, da sich ab spätestens diesem Zeitpunkt Spezialisierungen herausbilden. Der eine sorgt für die Nahrung. Der andere für Sicherheit, wieder ein anderer näht warme Kleidung. Ein System der Abhängigkeiten.
[...]
Als Recht nenne ich explizit die Teilhabe an den demokratischen Prinzipien unserer Gesellschaft. Dazu gehört, dass der mündige Bürger eigene Vorstellungen ableitet, nachdem er die Entstehungsgeschichte verstanden hat.

Eigene Vorstellungen zu verstehen ist immer recht leicht. Diese müssen aus Sicht der Gesellschaft jedoch nicht zwingend korrekt sein.

Ab einem gewissen Zeitpunkt werden sich böse Menschen in die Gesetzgebung einschleichen (ich rede nicht darüber, dass irgendwer von wem anders ein Produkt kauft oder so), da der Einzelne als einer von Milliarden, dem Gesetze ausgeliefert sein wird, kann er weder mitbestimmen, noch sich währen, umsoweniger umsomehr er abhängig ist. Die Gesetzgeber können nun Gesetze einführen, die sich weder von der Moral ableiten, noch im Sinne der Gesellschaft, ja, nichtmal im Sinne der Mehrheit sind. Sozialismus. Ich rede, diese Einschränkung hatte ich anfangs nicht gemacht, von Menschen, die von Wohlfahrt, von Spenden also vom Staat abhängig sind. Wenn erst Milliarden von Afrikanern abhängig sind, muss es einen Superstaat geben. Kann natürlich auch sein, dass ich mich irre.
Aber man sehe sich nur die Geburteraten der Afrikanischen Länder an https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_...burtenrate Und nochmal, wenn sich der globale Norden nicht einmischen darf, muss er dann Flüchtlinge aufnehmen?
Und nochmal: schadet es einem Menschen, wenn er nie zur Welt kommt, oder besser, nie im Begriffe war gezeugt zu werden?

@Regent: Du verstehst glaube ich nicht, was ich zu sagen versuche, es geht darum, dass eine materielle Abhängigkeit von Millionen von Menschen, von einer gefühllosen Kreatur, dem Staat, und dessen immanenten Bürokraten zwangsläufig ins verderben führt. Oder sehe ich da etwas nicht ganz klar?

@Malone: "Das Problem ist zurzeit vor allem, dass Menschen, die sich kaum selbst ernähren können, zu viele Kinder bekommen," -- ganz genau, diese werden, in Abhängigkeit von einem Staat alles dulden, nur um die kleine Existenz erhalten zu können, und wenn derer zu viele sind, ist der Staat (oder übergeordnete Strukturen) zu stark, und kein Bürger kann sich noch gegen die Willkür des Staates schützen. Erst ist es gerade für die in Abhängigkeit geborenen und am Ende für Jedermann unmöglich, "ein bewusstes Leben genießen können".


Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

This post was last modified: 03.04.2018 16:35 by Bitzoseq.

03.04.2018 16:19
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